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Varzi und seine kulinarische Tradition
REntspannte Rhythmen und authentische Aromen zeichnen dieses kleine Dorf im Oltrepò Pavese im Herzen des Staffora-Tals aus, das etwa eine Stunde von Pavia und 90 km von Mailand entfernt liegt und mit dem wir unsere Rundreise beginnen.
Mit seiner acht Jahrhunderte alten Geschichte, die sich in Steinmauern, mittelalterlicher Architektur, Befestigungsanlagen sowie barocken und renaissancezeitlichen Elementen widerspiegelt, ist es eine hervorragende Wahl, um sich eine Auszeit zu gönnen. Bei einem Besuch darf die malerische mittelalterliche Altstadt nicht fehlen, über die majestätisch der Turm der Porta Soprana und der Turm der Porta Sottana wachen, mit ihren engen Gassen, die von Steinhäusern gesäumt sind, und ihren charakteristischen Arkaden.
Was Varzi jedoch zu einem unverzichtbaren Zwischenstopp macht, ist seine traditionelle Küche, die von Generation zu Generation weitergegeben wird und zu deren Spezialitäten das Risotto mit Steinpilzen, die Kutteln mit weißen Bohnen und den Kabeljau mit Zwiebeln. Sein wahrer Stolz, der in keinem Restaurant der Gegend fehlen darf, sind jedoch die herrlichen Ravioli mit Schmorbraten: Sie gelten als wahrhaft edles Gericht, da sie eine Füllung aus speziell zubereitetem Schmorbraten anstelle von Resten und verschiedenen Fleischstücken enthalten und deren Zubereitung kulinarisches Können und Technik erfordert.
Neben den Hauptmahlzeiten ist hier auch die Nachmittagsjause ein Moment voller Geselligkeit – eine Gelegenheit, sich um einen Tisch zu versammeln und gemeinsam eine Platte mit Varzi-Salami zu genießen, begleitet von der „Micca“, dem typischen, geflochtenen Hartweizenbrot.