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Val Masino, das wilde Herz der Rätischen Alpen
Selvaggia, Wiege des Sassismus und bei Kletterern sehr beliebtes Ziel, das Val Masino, überragt von den Gipfeln des Monte Disgrazia und des Monte Badile, ist ein Anziehungspunkt für alle, die mehrtägige Touren im Hochgebirge, Klettern und den Kontakt mit unberührter Natur schätzen.
Als unangefochtenes Reich des Granits eignet sich das Val Masino ideal als Ausgangspunkt, um die nahegelegenen Täler Preda Rossa, Mello und Bagni di Masino zu erkunden. Hier kann man den Aufstieg zum Sasso Remenno in Angriff nehmen, einem riesigen, kompakten Block aus Ghiandone-Gestein, der als größter Findling Europas gilt.
Preda-Rossa-Tal: Die Wege der Seele
Im Preda-Rossa-Tal kann man zur Ponti-Hütte aufsteigen, die am Fuße des Monte Disgrazia liegt und von der aus der „Sentiero Roma“ beginnt, einer der schönsten „Alte Vie“ der Alpen. Entlang des 40 Kilometer langen Weges kann man auch in den Hütten Omio, Gianetti und Allievi Rast machen.
Das Val di Mello, das Yosemite Europas
Eine wahre Perle. Aufgrund der Schönheit der Naturlandschaften und der gigantischen Granitplatten ist es auch als das kleine Yosemite bekannt. Und genau hier schlägt das Herz der Kletterer und Bouldering-Begeisterten. Das von imposanten Felswänden umgebene Tal beherbergt unzählige Findlinge, die von den Bouldern zum Klettern genutzt werden.
Der Wald von Lombardia und seine Geheimnisse
Wenn man das Tal hinaufsteigt, schenkt man dem Wald des Val
Masino oft nicht genug Aufmerksamkeit. Ein herrlicher Wald, in dem monumentale Bäume wachsen, die über 200 Jahre alt sind, und
in dem man den Alpenrosenkäfer (Rosalia alpina) beobachten kann, einen eher seltenen Käfer, der als einer der schönsten der europäischen Fauna gilt. Hier scheint die Zeit stillzustehen. Fernab vom Massentourismus und geschätzt von Natur- und Kulturliebhabern gilt das Val Masino dank der langen Isolation, die das Tal geschützt hat, auch heute noch als ein echtes ethnografisches Freilichtmuseum mit seinen typischen Häusern, Ställen und Scheunen.
5 Gründe für...
1. Kunstvolle Kirchen. Einen Besuch wert sind die dem Heiligen Petrus geweihte Pfarrkirche von Cataeggio mit den Fresken von Gavazzeni, die Kirche San Gaetano in Filorera wegen des der Madonna gewidmeten Gemäldes sowie die Pfarrkirche San Martino.
2. Kleine Kletterer. Der Sasso Remenno ist auch ein Ziel für angehende Kletterer. Die Felswand ist ein Klettergarten, in dem man Kletterunterricht nehmen kann. Perfekt auch für die Kleinsten, die diese Sportart erlernen können.
3. Die Canyoning-Routen. Für viele, aber nicht für alle. Die Abfahrt am Masino, einem Bach, der das Tal durchquert, bietet erfahrenen Liebhabern Nervenkitzel mit anspruchsvollen technischen Passagen in einer einzigartigen Naturkulisse.
4. Der Melloblocco. Im Val di Mello findet in den beiden mittleren Maiwochen ein internationales Treffen der besten Boulderer statt, das Tausende von Bouldern
aus aller Welt anzieht.
5. Ein Tal, das inspiriert. Maler, Bildhauer sowie Holz- und Steinhandwerker lieben dieses Tal so sehr, dass man ihnen leicht begegnen und ihnen in ihren Werkstätten bei der Arbeit zusehen kann.