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Die Via Priula

Von den Bergamasker Alpen zur Oberstadt von Bergamo Die Via Priula. Wanderpfade und Feldwege.

Im Jahr 1593 ließ der venetische Bürgermeister Alvise Priuli einen Weg anlegen, der die Po-Ebene mit dem Veltlin und den Gebieten jenseits der Alpen verbinden sollte: die Via Priula, eine politisch und strategisch extrem wichtige Route.

Dieser Weg ermöglichte die Verbindung zwischen Venedig und den Pässen Splügen und Septimer in Graubünden, ohne die Länder des Herzogtums Mailands zu durchqueren. In jener Zeit hatte die Republik Venedig, die über die gesamte Provinz Bergamo herrschte, die Notwendigkeit, neue Handelskanäle zu den nördlichen Ländern auszubauen.

Bis zu jener Zeit war die Verbindung der beiden Gebiete schwierig und der Transport von Waren musste die Kette der Bergamasker Alpen umrunden, Lecco, den Comer See und das Herzogtum Mailand, das damals unter spanischer Herrschaft und somit in offener Konkurrenz zu der Republik Venedig stand, durchqueren.

Die hohen Zölle und die Gefahr einer Beschlagnahme der Waren auf dem Weg waren die wichtigsten Gründe, die zum Bau der Via Priula führten. Mit der Eröffnung dieser neuen Route, die zwischen den Orten Mezzoldo und Albaredo über den Pass San Marco auf 1991 Meter Höhe verlief, konnte die Republik Venedig ihre Handelsbeziehungen zu den Ländern jenseits der Alpen, Deutschland und Flandern festigen.

Heute kann man auf der Via Priula von Chiavenna durch das Chiavenna-Tal, die Ebene Pian di Spagna, das untere Veltlin, das Bitto-Tal bei Albaredo und das Brembana-Tal nach Bergamo wandern und natürlich auch umgekehrt. Es handelt sich um eine lange Strecke, die auch in der Version als Radweg besteht und die einen charakteristischen Teil der Alpen- und Voralpenwelt der Lombardei durchquert, mit einer Fülle von Bauwerken, Kulturen, gastronomischen Spezialitäten, gemütlichen Lokalen und Hotels.

Ein Teil der Route verläuft auf einem alten Saumpfad, vor allem der bergige Abschnitt; in den Tälern werden Feldwege, Fuß- und Radwanderwege sowie andere Pfade verwendet. Die gesamte Wanderung erstreckt sich über mehrere Tage und ist etwa 140 Kilometer lang.

Auf der Strecke kommt man über den Pass San Marco, wo die Straße auf 2000 Meter Höhe ansteigt; entlang des alten gepflasterten Wegs, das alte Straßenwärterhaus und ein monumentaler Kilometerstein. Die alte Strecke wurde vor über vierzig Jahren durch die Transorobica ersetzt, eine Straße, die wie ihr Name erraten lässt, die Bergamasker Alpen (Orobie) und Voralpen durchquert. Es überleben jedoch viele Zeugnisse der Vergangenheit in den Namen der Straßen und Gebäude.

Die breiten Arkaden entlang der Hauptstraße des Dorfes erinnern an die Zeit als die Kaufleute hier Rast machten, die Lasten von ihren Maultieren und Pferde abluden und sich selbst und ihre Ware in Sicherheit brachten.

Eine vielseitige Route, die zur Beobachtung und zum Nachdenken über die menschlichen Tätigkeiten zur Verwandlung der Landschaft anregt.

 

5 GUTE GRÜNDE FÜR DIESE ROUTE

  1.  Eine Route aus alten Zeiten, die uns die Strapazen unserer Vorfahren verdeutlicht, die diesen Weg mit seinen wunderbaren Aussichtspunkten und Eindrücken ohne Gleichen beschritten. 
     
  2.  Der Dom von Bergamo und der gleichnamige Platz, Piazza del Duomo. Die dem Schutzherren der Stadt, dem Märtyrer Alexander gewidmete Kathedrale steht auf den Grundfesten einer früheren Anlage aus dem 6. Jh., die Vinzenz von Valencia gewidmet war und drei Schiffe in kanonischer Ausrichtung aufwies.
     
  3.  Die Basilika Santa Maria Maggiore im Herzen der Oberstadt von Bergamo. Das Äußere der Mitte des 12. Jahrhunderts erbauten Basilika weist typisch romanische Merkmale auf, während die Dekorationen des Innenraums aus der Zeit des Barocks stammen.
     
  4.  Der Besuch der Oberstadt, wo man sich zwischen unerwarteten Ausblicken, versteckten Innenhöfen, Düften und Panoramen verlieren kann, ist unbedingt lohnenswert.
     
  5.  600 Kunstwerke, meisterhaft ausgestellt in 28 Sälen. Dies sind die Zahlen der Accademia Carrara nach sieben Jahren Renovierung. Ein künstlerischer Rundweg durch fünf Jahrhunderte der italienischen Kunstgeschichte.

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